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Sehen Lernen - Lean, Produktivität und Selbstmanagement

Lean Einführung von Anwendern für Anwender

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Nach dem Urlaub ist vor dem Aufgabenberg

Gut erholt aus dem Urlaub zurück, sind viele Leute schon nach einem Tag in der Arbeit wieder Urlaubsreif. Nicht nur das E-Mail Postfach quilt über, sondern auch die Aufgaben, die nach und nach von den Kollegen an den Rückkehrer delegiert werden. Es kommt einem vor, als ob die Kollegen geradezu darauf lauern würden, dass man an deren Arbeitsplatz vorbeikommt, damit sie einem die ganzen Aufgaben, die sich im laufe der Zeit angesammelt haben, übergeben können.

Papierstapel

Die Aufgaben warten

Von einer Führungskraft wird zudem häufig noch erwartet, dass sie bereits in den ersten Stunden Entscheidungen trifft, auf die die Mitarbeiter gewartet haben und sich dadurch Projekte langsam in Zeitverzug befinden, deshalb muss schnell entschieden werden.

Die Ruhe bewahren

Um in diesen Situationen nicht den Kopf zu verlieren gibt es einiges, das man tun kann, doch das wichtigste ist es, die Ruhe zu bewahren. Deine Kollegen konnten jetzt die ganze Zeit auf die Fertigstellung der Unterlagen bzw. die wichtige Entscheidung warten, dann schaffen sie es auch noch zwei, drei Tage länger. Lasse dich nicht dazu hinreißen etwas in Eile fertigzustellen. Wenn die Dinge wirklich wichtig wären, dann hätten die Kollegen oder Mitarbeiter einen anderen Weg gefunden, diese zu erledigen, ohne auf dich warten zu müssen.

Einer meiner Kollegen meinte vor dem Urlaub zu mir: „Ich gehe immer drei Wochen in den Urlaub, da viele Probleme sich nach zwei Wochen eh erledigt haben und nur die wirklich wichtigen nach drei Wochen noch relevant sind.“

04 erfolgreiche Methoden, um entspannt in die Arbeit zu starten

Aufräumen vor dem Urlaub

Nichts ist schöner als ein sauberer Arbeitsplatz. Man kann vor dem Urlaub schon dafür sorgen, dass man am ersten Tag nach dem Urlaub entspannt arbeiten kann, in dem man die notwendige Arbeitsatmosphäre schafft. Sprich, du solltest bevor du in den Urlaub fährst deinen Arbeitsplatz aufräumen, alles unnötige wegschmeißen und sogar einmal gründlich durchputzen. So macht der Anfang schon viel mehr Spaß.

Schaffe Dir Zeiträume

Eine weitere Maßnahme, die du noch vor dem Urlaub machen kannst, ist es dir Terminblöcke einzustellen, in denen du dir Zeit nimmst deine Aufgaben und E-Mails zu bearbeiten. Versuche möglichst Regeltermine abzusagen (diesen einen Tag können deine Kollegen noch auf dich verzichten) und nimm dir die Zeit dein E-Mail Postfach zu bearbeiten. Einige Kollegen empfehlen sogar, den Outlook-Abwesenheitsassistenten einen Tag länger laufen zu lassen und sich so, einen ganzen Tag „für sich“ zu gewinnen.

Konsequente Vertretung

Während deines Urlaubs sollte es eine klare Vertreter-Regelung geben. Spreche also mit deinen Kollegen und Mitarbeitern ab, wer für welche Aufgabe deine Vertretung übernimmt. Teile diese Regelung in deiner Abwesenheitsnotiz allen mit, die etwas von dir wollen. Nach deinem Urlaub ist es dann wichtig, dass du dich entsprechend bei deinen Vertretern erkundigst, was genau in deiner Abwesenheit passiert ist, damit du die Aufgaben nicht doppelt machst.

Sichten und informieren

Die erste Zeit nach dem Urlaub, solltest du damit verbringen, dich bei deinen Kollegen über die neusten Geschehnisse im Betrieb zu erkundigen und deine Aufgaben zu sichten.

Bei der Bearbeitung deiner E-Mails und Aufgaben hilft die 3-Minuten Regel:

  • Lösche bzw. archiviere so viele E-Mails wie möglich
  • E-Mails und andere Aufgaben, die du innerhalb von 3 Minutenerledigenkannst, SOFORT erledigen:
    • Rückruf
    • Rückfrage per kurzer E-Mail
    • einfache Aufgaben delegieren
  • größere Aufgaben auf eine To-Do-Liste setzen:
    • ausführliche E-Mails
    • größere Aufgaben oder gar Projekte NIEMALS per kurzer E-Mail delegieren
    • Recherche für Aufgaben bzw. Stellungnahmen etc.

Wenn du dir so innerhalb der ersten zwei Tage einen Überblick verschafft hast, was genau anliegt und wie die Prioritäten liegen, kannst du effektiv in das „Alltagsgeschäft“ einsteigen und bist dem laufenden Geschäft wieder einen Schritt voraus, statt dauernd drei Schritte hinterher.

Kategorie: Blog, Selbstmanagement Stichworte: Leadership, Produktivität

Never touch a runing system!

Skull and Bones

Skull and Bones

 

Ja, so ist das eben!

Vor dem Urlaub wollte ich noch ein paar kleine Korrekturen an meinem Blog machen und schon hat es alle Einstellungen zerstört.
Zum Glück ist das wichtigste (meine Posts) in der Datenbank abgelegt und durch Back-Ups geschützt.

Ich habe den Ausfall zum Anlass genommen, dem Blog ein neues Layout zu verpassen. Normalerweise macht man es ja so, dass man solch eine Veränderung gründlich plant, dann in einer Testversion ausprobiert und erst dann live geht.

Leider ist dies nun nicht mehr wirklich möglich und du lieber Leser wirst in der nächsten Zeit, vor und nach meinem Urlaub, Zeuge sein, wie sich eine sehr grundlegende Website in einen schön anzusehenden Blog verwandelt.

So lange hoffe ich, dass du die Geduld mit mir hast und dich trotzdem weiterhin an meinen Beiträgen erfreust.

 

Kategorie: Blog, Selbstmanagement

LMS :: Respekt für den Menschen

Um die Grundprinzipien eines Lean Management Systems zu vervollständigen, fehlt mir noch die Beschreibung des Punktes Respekt.

Respekt vor dem Menschen um genauer zu sein.

Mir fiel es nicht leicht meine Gedanken zu diesem Thema zu sortieren. Im Internet und unter LeanThinkern gibt es viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Punkt. Für die einen ist es etwas ganz weit gefasstes, quasi der Respekt für die Menschheit an sich. Für andere ist es sehr eng gefasst der respektvolle Umgang einer Führungskraft mit seinen Mitarbeitern.

Aber da fängt es für mich schon an. Was ist ein respektvoller Umgang? Muss man immer nett und höflich zu jedem sein? Darf man niemanden direkt auf seine Fehler ansprechen und ihn kritisieren? War zum Beispiel Steve Jobs ein schlechter Chef, weil er seine Mitarbeiter häufig anschrie und ihm nie gefiel, was sie ihm zeigten?

Aus meiner Sicht gliedert sich das Prinzip Respekt für den Menschen in vier Stufen auf:

  1. Respekt für die Menschheit
  2. Respekt für den Menschen
  3. Respekt für die Persönlichkeit des Menschen
  4. Respekt für den individuellen Menschen
Respekt für den Menschen

Respekt für den Menschen

 

Respekt für die Menschheit

Dieser Punkt meint, dass ein Unternehmen und wir als Führungskräfte so handeln sollten, dass wir die Bedürfnisse der heutigen und der zukünftigen Menschheit berücksichtigen. Ein praktisches Beispiel wäre hier der Umweltschutz. Viele Unternehmen haben erkannt, dass sie sich zu einem aktivem Umweltschutz bekennen müssen, um die heutige Umwelt und die zukünftige Lebenswirklichkeit für alle Menschen sauber zu gestalten.

 

Respekt für den Menschen

Hiermit meine ich, dass wir uns über die Natur des Menschen im klaren sein sollten. Wie IST der Mensch, ist hier die zentrale Frage. In der BWL gibt es hierzu die X-Y Theorie, die besagt:

  • X-Theorie: der Mensch ist unwillig und nur durch extrinsische Reize zu motivieren
  • Y-Theorie: der Mensch ist engagiert und von sich aus bereit Leistung zu bringen
  • Z-Theorie: der Mensch ist „je nachdem“.

Als Führungskraft im Lean Umfeld sollte man generell davon ausgehen, dass die Mitarbeiter von sich aus motiviert sind die gefordete Leistung zu erbringen. Vielmehr sind es die Umstände (Prozesse, Mitarbeiter, Führungskräfte, Umwelt), die einem davon abhalten.

Dies bedeutet auch, dass ich meine Prozesse so gestalten muss, dass sie entweder Fehler tolerieren oder von vornherein verhindern (Poka-Yoke), denn Fehler zu begehen ist menschlich! Ein „idiotensicheres“ System ist ein System, das von Respekt vor dem Menschen und seinen schwächen zeugt.

 

Respekt für die Persönlichkeit des Menschen

Auf dieser Stufe geht es nicht mehr um den Menschen an sich, sondern um die Person. Jeder unserer Mitarbeiter, Kollegen und Vorgesetzten hat eine eigene Persönlichkeit, die es zu respektieren gilt. Hier ist es wichtig die Eigenheiten verschiedener Personen einschätzen zu lernen und mit diesen umzugehen, hierfür gibt es verschiedene Persönlichkeitsmodelle wie Myers-Briggs und DISG.

Ein anderer wichtiger Punkt auf dieser Stufe ist zu erkennen, dass eine Person verschiedene Bedürfnisse hat, die es zu erfüllen gilt. Meiner Meinung nach hat Maslow diese Bedürfnisse sehr gut in seiner Maslowschen Bedürfnishierarchi beschrieben. 

Als Führungskraft müssen wir natürlich dafür sorgen, dass eine Person sich sicher am Arbeitsplatz fühlt. Auch können wir durch die Gestaltung des Umfeldes dafür sorgen, dass sich die Mitarbeiter austauschen können und so ein soziales Umfeld entwickelt, in dem sich die Mitarbeiter wohl fühlen.

Ein Lean-Leader allerdings hat verstanden, dass dies nur die Grundbedürfnisse sind. Eine Person hat auch das Bedürfnis nach Achtung und Wertschätzung. Wir müssen jedem Mitarbeiter aufzeigen, wie wichtig wir die Arbeit empfinden, die er vollbringt. Hier reicht häufig allein schon ein ernst gemeintes Danke, selbst für eine Arbeit, die der Mitarbeiter ja tun „muss“.

Des Weiteren sollten wir verstehen, dass sich die Mitarbeiter weiterentwickeln wollen. Dies geht auf die oben erwähnte Theorie Y zurück. Eine Führungskraft im Lean Umfeld geht davon aus, dass seine Mitarbeiter ständig das Verlangen haben besser zu werden. Deshalb muss sie ihnen immer wieder neue herausfordernde Ziele zuweisen und sie bei der Erreichung dieser Ziele coachen. Die gerade so populäre Verbesserungs-Kata beruht genau auf diesem Grundprinzip. Es kann durchaus sein, dass einige Mitarbeiter sich gegen die Ziele wehren. Dies tun sie aber nur, weil sich noch nicht sehen, wie sie diese erreichen sollen. Haben sie diese Ziele dann aber erreicht, sind sie extrem stolz auf sich und von sich aus motiviert weiter zu machen.

(Dies ist übrigens genau das, was Steve Jobs mit seinen häufigen Wutanfällen machte. Nicht wirklich als Vorbild zu verstehen, aber er glaubte immer daran, dass seine Mitarbeiter mehr können, als das, was sie ihm gerade präsentierten. )

 

Respekt für den individuellen Menschen

Der letzte Punkt bezieht sich auf jeden einzelnen Menschen, mit dem ich es zu tun habe. Jeder von uns hat mal einen schlechten Tag, oder kann seine Leistung nicht erbringen, weil ihn andere Probleme daheim oder bei der Arbeit belasten. 

Hier gilt es als Führungskraft nicht einfach auf die Leistung zu pochen, sondern Verständnis für die Situation des einzelnen zu haben und ihn so gut es geht bei der Beseitigung der Probleme zu unterstützen, auch wenn es auf Kosten von kurzfristigen Produktivitätseinbussen geht. Mittelfristig schafft dieses Verständnis Vertrauen, was zu einer besseren Zusammenarbeit und am Ende zu höheren Produktivitätssteigerungen führt.

Ein Beispiel, als letzten Sommer ein Hagelsturm über die Region rund um Nürtingen wütete, wurden viele Autos und Häuser von Mitarbeitern der Firma Metabo beschädigt. In dieser Situation hat viele ganz andere Sachen im Kopf, als sich um die tägliche Stückzahl zu kümmern. Was wird nun aus dem gerade abbezahltem Auto? Kommt die Versicherung für die Schäden am Haus auf? Wie bringe ich meine Einrichtung in Sicherheit?

Bei einigen hatte der Hagelsturm so schlimme Schäden verursacht, dass es in die Häuser reinregnete. Hier konnte die Firma helfen, in dem sie den betroffenen Kisten zur Verfügung stellte, in die das Hab und Gut verstaut werden konnte. Ein weitere Maßnahme hätte sein können eine Beratung in Sachen Versicherung an zu bieten, um so die Sorgen der Betroffenen zu lindern.

Der Umgang mit Mitarbeitern im Lean Unternehmen sollte von diesen Arten von Respekt geprägt sein. Sorge für eine sichere und herausfordernde Arbeitsatmosphäre und behandele jeden Mitarbeiter als Individuum mit eigenen Problemen und Schwächen und nicht als „Kostenstelle auf zwei Beinen.“

Kategorie: Blog, Lean Management Stichworte: Change Management, Coaching, Ganzheitliche Produktionssysteme, Leadership, Lean, LMS, Mitarbeiterführung, Veränderung

Video: The Improvement Kata Mindset